Das beste Yogakissen für deinen individuellen Bedarf

Eine Gruppe sitzt auf Yogakissen im Kreis.

Du praktizierst Yoga bereits einige Zeit und möchtest nun auch zuhause durchstarten? Oder bist du stehst noch komplett am Anfang und weißt nicht genau, wofür du ein Yogakissen eigentlich brauchst? Dieser kleine Guide gibt dir einen guten Überblick zu dem Thema und beantwortet alle deine Fragen.

Wozu benötigt man ein Yogakissen?

Als praktizierender Yogi gehört ein Yogakissen wie die Matte, der Gurt und zwei Blöcke zur Grundausstattung. Insbesondere zu Beginn und am Ende der Yogaeinheit befindet man sich für mehrere Atemzüge in einer sitzenden Haltung. Dies dient zur Meditation und Entspannung. Ein Yogakissen wirkt in diesen Haltungen unterstützend. In den verschiedenen Asanas während der Yogaeinheit fördert es die Aufrichtung des Beckens und hilft, die Wirbelsäule zu entlasten.

Besonders Anfänger, aber auch viele erfahrene Yogis finden mithilfe eines Yogakissens besser in den Schneidersitz bzw. Lotussitz oder in den Fersensitz. Wer beispielsweise Yin Yoga praktiziert, befindet sich über Minuten in den unterschiedlichen Haltungen. Nur wenn diese Haltungen sauber ausgeführt werden, kann man von seiner Yoga-Praxis profitieren. Fortgeschrittene Asanas wie die Taube gelingen auch einigen langjährig Praktizierenden nur durch eine Unterstützung der Hüfte durch ein Yogakissen. Während der Schlussentspannung Savasana kann es zudem als Kopfkissen oder als Bolster (Nackenstütze) zur Unterstützung der Wirbelsäule dienen.

Die richtige Höhe

Die Höhe eines Yogakissens kann zwischen 10 und 26 cm variieren. Das hängt vom jeweiligen Modell ab. Hohe Kissen eignen sich zur Unterstützung des Fersensitzes, flachere für den Lotussitz oder Schneidersitz. Wie hoch das Yogakissen sein sollte, hängt auch von der jeweiligen Körpergröße ab. Je größer die Person, umso höher sollte das Kissen sein. Ein hohes Kissen ist außerdem vorteilhaft, wenn die Beine schlecht durchblutet sind. Yogakissen sollten nicht nur nach der bevorzugten Optik ausgewählt, sondern auch ausprobiert werden.

Material und Füllungen

Es sollte beim Kauf auf eine gute Verarbeitung und einen strapazierfähigen und waschbaren Stoff geachtet werden. Meistens handelt es sich beim Außenstoff um Baumwolle. Als Füllung werden häufig Kapok oder Spelzen und Schalen aus Dinkel oder Buchweizen verwendet.
Kapok wird auch als Pflanzendaunen bezeichnet. Es handelt sich dabei um die Hohlfaser der Schoten des Kapokbaums. Kapok ist ein sehr leichtes Material mit atmungsaktiven und wärmeisolierenden Eigenschaften. Da Kapok während der Produktion keiner chemischen Nachbehandlung unterzogen wird, gilt das Material als besonders allergikerfreundlich. Buchweizenschalen und Dinkelspelzen sind atmungsaktiv und luftdurchlässig. Yogakissen mit dieser Füllung sind nicht so weich wie Kapok-Kissen. Ihr größter Vorteil liegt darin, dass sie sich leicht dem Körper anpassen, formstabil sind und somit gut unterstützen können. Buchweizenschalen und Dinkelspelzen gelten aufgrund der milbenresistenten Eigenschaften ebenfalls als allergikerfreundlich. Ein Yogakissen sollte vor dem Kauf nicht nur hinsichtlich der richtigen Höhe, sondern auch des Füllmaterials ausprobiert werden. Wie man es von Matratzen und Kopfkissen kennt, hat jeder Mensch sein eigenes Empfinden, was bequem ist.

Die verschiedenen Formen

Es gibt runde und halbmondförmige Yogakissen, kleine rechteckige Hilfskissen und sogenannte Bolster. Das klassische Yogakissen hat eine runde Form. Es ermöglicht einen erhöhten Sitz und entlastet die Gelenke. Es eignet sich für Anfänger und nicht ganz so gelenkige Yogis. Das Halbmondkissen unterstützt die Aufrichtung des Beckens, erfordert allerdings mehr Flexibilität. Die kleinen rechteckigen Hilfskissen können zur Unterstützung der Knie im Vierfüßler oder anderen Asanas verwendet werden, in denen die Knie einer stärkeren Belastung ausgesetzt sind. Bolster sind eine besondere Variante des Yogakissens und bieten viele Einsatzmöglichkeiten. Sie entlasten die Wirbelsäule oder unterstützen im Schulterstand oder der Schulterbrücke. Im Yin Yoga und im Schwangerschafts-Yoga ist das Bolster aufgrund seiner zahlreichen Entlastungsmöglichkeiten besonders beliebt.

Alternativen zum Yogakissen

Anfänger nutzen häufig zusammengefaltete Decken, reguläre Kissen oder Blöcke als Alternative zum Yogakissen. Das ist am Anfang auch in Ordnung. Wer langfristig Yoga praktizieren möchte, sollte aber auf Yogakissen zurückgreifen. Der Sinn einer Yoga-Praxis ist es, Körper, Geist und Seele in Gleichgewicht zu bringen. Verspannungen sollen gelöst und der Körper gedehnt und besser durchblutet werden. Der Geist soll zur Ruhe kommen. Dies gelingt nur, wenn der Körper entweder flexibel genug ist oder durch das richtige Hilfsmittel unterstützt wird.