Meditieren lernen: Wie du Meditation lieben lernst (Ultimativer Guide)

Ein Mann sitzt mit geschlossenen Augen am Strand im Schneidersitz und meditiert - Meditieren zu lernen zahlt sich aus.

Meditation hat es längst aus der alternativen Ecke und dem als esoterisch geltenden Bereich der (Neo-)Hippies heraus in die breite Gesellschaft geschafft. Schon seit einigen Jahren wird Meditieren nicht mehr nur mit Räucherstäbchen und Yoga-Studios assoziiert. Die Vorteile, Meditieren zu lernen, sind sogar durch wissenschaftliche Studien belegt und haben mittlerweile einen festen Platz in den Erfolgsstrategien populärer Persönlichkeiten.

Trotzdem tun sich noch sehr viele Menschen schwer damit, Meditieren zu lernen und sich täglich ein paar Minuten mit sich selbst, dem eigenen Wesen und dem Atem auseinanderzusetzen, um den Geist zur Ruhe zu bringen. Gehörst du auch dazu?

Dieser Guide wird der Sache auf den Grund gehen und dir helfen, die ersten Schritt zu einer Meditations-Routine zu gehen. Eines sei allerdings garantiert: Du wirst das Meditieren lieben!

Zunächst ist es hilfreich, ein paar fundamentale Fragen zu klären.

Was ist Meditation?

Meditieren hat zum Ziel, den Geist zunächst zu beruhigen, alle Ablenkungen der „äußeren Welt“ auszublenden und den Geist steuern zu lernen. Hierzu werden unterschiedliche Geistesübungen durchgeführt, die dich in einen Zustand versetzen, die eigenen Gedanken aus einer distanzierten Haltung heraus zu betrachten und objektiver behandeln zu können. Ist der Geist erst einmal beruhigt, kannst du ihn nach Belieben steuern und bist deinem eigentlichen Wesen viel näher. Meditation ist ein Werkzeug, um deinem Selbst näher zu kommen und es zu verstehen.

Warum sollte man Meditieren?

In dieser sehr lauten und schneller werdenden Welt treibt es immer mehr Menschen an Orte und zu Übungen, an denen sie sich erholen und Kraft schöpfen können. Meditation ist ein optimales Werkzeug, mit dem man zu mehr innerer Ruhe, mehr Gelassenheit, mehr Verständnis für sich selbst, mehr Selbstliebe und letztlich zu mehr Glück im Leben gelangen kann.

Meditieren ist unabhängig von der eigenen finanziellen Situation jederzeit möglich und man kann an jedem Ort der Welt einfach mit dem Meditieren loslegen. Es existieren also keinerlei Einstiegshürden, die es einem bestimmten Teil der Gesellschaft schwerer machen würden. Nein, jeder Mensch kann sich dieses Werkzeuges bedienen und das zu jeder Zeit und an jedem Ort.

Woher kommt Meditation?

In vielen unterschiedlichen Kulturkreisen wird meditiert. Die meisten Menschen verbinden Meditation mit dem fernöstlichen Bereich wie etwa Indien oder China, wo Meditation durch die Religionen des Buddhismus, des Daoismus oder dem Hinduismus eine lange Tradition hat und in den Alltag vieler Menschen dort verankert ist.

Doch auch im Christentum und im Islam finden wir Meditation. In christlichen Schriften aus dem Mittelalter etwa sind Erwähnungen der meditatio (gegenstandslose Anschauung) überliefert.

Also, steigen wir direkt ein!

Die besten Tipps, um das Meditieren zu lernen

1. Beginne mit kurzen Einheiten und steigere dich langsam

Jemand, der noch nie 10km am Stück gejoggt ist, sollte keinen Marathon versuchen, sondern sich in kleinen Schritten an die angestrebte Distanz herantasten. Genauso verhält es sich mit allen Fähigkeiten und eben auch mit dem Meditieren: Zu Beginn solltest du deine Erwartungen herunter drosseln und mit kleinen Meditationseinheiten beginnen.

So ist es anfangs völlig ausreichend, wenn du dich je Einheit 5 Minuten in Ruhe hinsetzt, die Augen schließt und zur Ruhe kommst. Mehr braucht es nicht. Erst wenn du eine gewisse Routine entwickelt hast und die positiven Wirkungen auf deinWohlbefinden entdeckt hast, wirst du deine Meditationen automatisch ausdehnen und immer wieder gerne diesen Ruhepol aufsuchen wollen. Dann steigerst du die Zeiten auf 10 Minuten, dann auf 15 Minuten und vielleicht irgendwann sogar auf 2-mal täglich eine halbe Stunde.

2. Fokus auf die Atmung

Konzentrierst du dich auf deine Atmung und versuchst diese in einen bestimmten Rhythmus zu bringen (z.B. 4 Sekunden lang einatmen, 8 Sekunden lang ausatmen), bringt das deinen Geist wie von selbst zur Ruhe und wilde Gedanken werden reduziert. Der Geist fokussiert sich und du merkst, wie du bei dir selbst ankommst. Nur über diesen Weg schaffen wir die Verbindung zu unserem Selbst, zu unserem unverfälschtem Wesen, bei dem weder Körper noch der Geist eine Rolle spielen.

3. Bleib dran

Oft genug geben Anfänger das Meditieren zu schnell auf, weil sie sich direkt vom ersten Mal eine magische Wirkung erhoffen und diese in den meisten Fällen natürlich nicht eintritt. Diese Erwartungshaltung solltest du erst gar nicht aufkommen lassen, denn es wird seine Zeit brauchen, bis du routiniert zu deinem inneren Selbst gelangst und die positiven Wirkungen erfahren kannst.

Doch ab einem bestimmten Punkt wird es leichter: Du kommst viel schneller in den meditativen Zustand und wirst alles noch viel intensiver genießen können. Wann genau dieser Zeitpunkt eintritt, ist bei jedem Menschen anders und hängt auch von der Regelmäßigkeit der Praxis ab.

4. Entwickle den Student’s mind

Zu Beginn, aber auch später noch wirst du immer mal wieder Schwierigkeiten haben, in den meditativen Zustand zu gelangen, weil dir z.B. bestimmte Gedanken einen Strich durch die Rechnung machen. In solchen Situationen ist es wichtig, nicht einfach hinzuschmeissen, sondern das Geschehen mit einem neugierigen Blick zu betrachten. Dabei kannst du dich fragen: Interessant, warum beschäftigt mich ausgerechnet dieser Gedanke so sehr?

Es kann auch helfen, dir dich selbst von außen vorzustellen, ganz so als würdest du dich selbst beim Meditieren und beim Beschäftigen mit deinem Gedanken beobachten. So schaffst du eine Distanz zu dir selbst und diesem Gedanken.

Bücher, die dir helfen, Meditieren zu lernen und dir einen näheren Einblick in die Praxis der Meditation geben

Ein Yogi, der dich optimal auf dem Weg zur richtigen Mediationspraxis begleiten kann, ist Jagadish Vasudev, besser bekannt als Sadhguru. Der aus dem südindischen Mysore stammende Mystiker und Gründer der Isha Foundation gilt mittlerweile in den Yoga-Szene als Identifikationsfigur für Millionen von Menschen.

In seinem Buch Die Weisheit eines Yogi: Wie innere Veränderung wirklich möglich ist, das 2016 im Englischen unter dem Titel Inner Engineering erschien, erläutert Sadhguru seine eigene Reise des Bewusstwerdens über all die magischen Möglichkeiten, die ein jeder Mensch besitzt – wenn er um die Wirkmechanismen weiß und die Praxis des Yoga in seinen Alltag integriert.