Waldbaden: Die beste Methode, um uns zu reinigen

Waldbaden und achtsam spazieren: Zwei Personen liegen in einer grünen Hängematte im Wald über einem fließenden Bach.

Je länger wir Menschen auf diesem Planeten weilen, desto gravierender scheint uns die Verbindung zu Mutter Erde und zur Natur abhanden zu kommen scheint. Nicht nur, dass Großkonzerne die Erde stetig weiter ihrer Naturschätze berauben und ihr schaden, um uns den modernen Lebensstandard zu erhalten. Auch die direkte Verbindung des Individuums zur Natur ist durch das moderne Leben schwerer aufrechtzuerhalten bzw. müsste überhaupt erst einmal gelernt werden. Die wirtschaftlichen Unterschiede in den Gesellschaften verschärfen diese Tatsache weiter: Wenn mehr Armut herrscht, gibt es auch mehr Menschen, die sich ums blanke Überleben kümmern müssen anstatt ihre Aufmerksamkeit auf Naturschutz legen zu können.

Das moderne Leben ist nicht förderlich

Andererseits sind auch jene Menschen, die das moderne Leben führen und somit mehr Wohlstand besitzen, nicht nah genug an der Natur: Wer etwa einen Bürojob in der Großstadt hat, ist höchstens am Wochenende in umliegenden Naturoasen unterwegs. Auch verstärkter Einsatz von Home-Office ändert daran wenig, da viele trotzdem in der Stadt wohnen bleiben und statt ins Büro eben lediglich in den eigenen vier Wänden arbeiten. Der Natur nahe zu sein scheint ein Luxus-Thema zu sein: Wer auf dem Land wohnt und keine 40 Stunden in der Woche für den Arbeitgeber vor dem Rechner verbringen muss, der kann seine Zeit sinnvoll nutzen und eine echte Beziehung mit der Natur aufbauen.

Man kann es drehen und wenden wie man möchte, an vielen Dingen lässt sich kurzfristig für den Einzelnen einfach nichts ändern. Doch lassen sich die wenigen Naturbesuchen vielleicht so gestalten, dass jeder Mensch das meiste aus ihnen mitnehmen und nutzen kann? Was ist dazu nötig und was muss sich ändern?

Das Positive vorweg: Jeder Mensch hat die Fähigkeit, eine intensive, heilsame Verbindung zur Natur aufzubauen. Wir haben nur vergessen oder vielleicht gar nicht erst gelernt, wie sich diese Verbindung anfühlen kann. Und ja, Natur kann heilen. Oft schon in unglaublich kurzer Zeit. Ob Menschen mit Depressionen oder welche mit Krankheiten, die laut Schulmedizinern oft nur zu unterdrücken aber nicht zu heilen sind – wer eine Zeit lang in der Natur verbringt, der kommt anders wieder von ihr zurück in den gewohnten Alltag. Viele verändern durch Naturerfahrungen komplett ihr Leben: Jobwechsel, Änderungen in zwischenmenschlichen Beziehungen oder einfach eine ungekannte Klarheit können die Konsequenzen sein.

Waldbaden: Kurze Wellness-Trips zum Akku-Aufladen

„Waldbaden“ ist eine Praxis, die mittlerweile bei uns im Westen angekommen ist, in Japan aber unter dem Begriff Shinrin-yoku bereits eine Tradition besitzt und als Naturtherapie eingesetzt wird. Dabei sollen die Waldbadenden alle fünf Sinne im Wald einsetzen, durch die Bäume streifen, schlendern, die Erde bewusst riechen, der Natur zuhören und in ihr meditieren. Das Stresshormon Cortisol wird bei so einem Waldbad nachweislich reduziert. Dabei helfen auch die Phytonzide. Das sind ätherische Öle und Verbindungen, die von Nadelbäumen und anderen Pflanzen abgegeben werden, um sich vor Insekten oder anderen Schädlingen zu schützen. Beim Menschen bewirken diese Stoffe einen gesenkten Blutdruck und ein gestärktes Immunsystem. Da atmet man doch gerne ein paar Mal in Ruhe tief ein.

Viele Studien, durchgeführt vor allem von japanischen Universitäten, gehen auf unterschiedliche Krankheitsbilder und die Wirkung ein, die Shinrin-yoku auf diese haben soll. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind verblüffend: So sollen Menschen mit Fettleibigkeit, Diabetes, Herzkrankheiten und vielen anderen Krankheiten durch Waldbaden eindeutig eine heilsame Wirkung erfahren.

Waldbaden: Nichts wie raus

Besonders im Sommer hat Waldbaden wohltuende Effekte auf unsere Gesundheit, denn: Bei 30 Grad Celsius entfalten die gesunden Phytonzide ihre maximale Wirkung in der Umwelt. Die besten Voraussetzungen um in einen gesunden Flow zu kommen.

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